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„New Impressions o
f Debussy“

Das Radio läuft. Ein Solo-Klavierstück. Bilderreiche, lyrische Harmonien und Motive. Eine unbekannte Aufnahme von Bill Evans? Doch nein, die Moderatorin nennt ein Werk von Debussy: „La fille aux cheveux de lin“.

Aus diesem Moment heraus hatte Florian Dohrmanndie Idee, Debussys Kompositionen für ein Jazz-Quartett zu adaptieren und neu zu kreieren.

Achille-Claude Debussy verstarb am 25. März 1918 in Paris. Er gilt als einer der wichtigsten Vorbereiter der modernen Musik.

Auf der Weltausstellung in Paris 1889 hört Debussy fasziniert exotische Klänge aus dem asiatischen Raum wie die indonesische Gamelanmusik. Diese Begegnung mit fremden Kulturen und deren schwebendem Klangideal prägt seinen Kompositionsstil. Aus Pentatonik, Ganztonleiter und Auflösung der Funktionsharmonik entwickelt er seine sphärischen Klangbilder. Indenen sehen seine Zeitgenossen Parallelen zu den impressionistischen Malern Claude Monet und Paul Gauguin.

Ohne Debussys aus den unterschiedlichsten Kulturen schöpfendemmusikalischen Impressionismus wäre die pianistische Tonsprache eines Bill Evans schwer vorstellbar. Debussys Kompositionen im Jazz-Kontext zu verarbeiten, erscheint somit folgerichtig.

Der Name des Projekts „Blank PageNew Impressions of Debussy“ steht dabei für die Arbeitsweise während der Entstehung der Arrangements. Unvoreingenommen und ohne Denkverbote ist die leere Seite der Ausgangspunkt, um aus Motiven und Harmonien Debussys Neues entstehen zu lassen. Mal als deutliche Reminiszenz, mal soweit entfernt, dass man 100 Jahre nach Debussys Tod nur noch seinen Geist zu spüren vermeint.

Florian Dohrmann – Kontrabass
Joachim Staudt – Saxophon
Frank Wekenmann – Gitarre
Lars Binder – Schlagzeug